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Heute möchte ich Euch auf ein Thema aufmerksam machen, das mir immer wieder in den Beratungen mit meinen Klienten begegnet: die emotionale Entfremdung des inneren Selbst, speziell dann, wenn wir von anderen erwarten, unsere Bedürfnisse zu stillen. Da wir es oft selbst nicht schaffen, unsere inneren Bedürfnisse wahrzunehmen, entwickeln wir Ersatzgefühle, die uns immer weiter weg bringen, von dem was wir eigentlich fühlen und brauchen.

Andreas Gauger, ein Heilpraktiker für Psychotherapie mit eigener Praxis in Deutschland hat dazu einen Beitrag verfasst. Er beschreibt ausführlich die Auswirkungen emotionaler Entfremdung, wie sie entsteht und welche verschiedenen Stufen wir dabei durchlaufen.

Wenn Ihr Euch in diesen Zeilen wiederfindet, dann wird es Euer Bewusstsein öffnen für den inneren Prozess emotionaler Entfremdung und Euch helfen, nach innen zu gehen Eure wahren Bedürfnisse zu erkennen und den Unterschied fest zu machen, wie Ihr sie künftig leben möchtet.

Ich wünsche Euch interessante Erkenntnisse beim Lesen!

“Emotionale Entfremdung” ist ein Zustand, bei dem wir aus Selbstschutz Ersatzgefühle entwickeln, die sich über die ursprünglichen Gefühle schieben, wenn unsere Bedürfnisse wiederholt unerfüllt bleiben. Dies geschieht, um den Schmerz und die Hilflosigkeit über die wiederholte Nichterfüllung eines ursprünglichen Bedürfnisses nicht spüren zu müssen. Diese Ersatzgefühle verselbstständigen sich irgendwann und werden zu unserer gewohnten Art auf bestimmte Belastungen zu reagieren.

Wenn wir immer wieder emotionales Leid erfahren müssen, erklären wir irgendwann unsere Gefühle zum Feind. Durch unsere Ersatzgefühle werden wir uns selbst fremd. Wir sind dann nicht mehr in Kontakt mit den Gefühlen des aktuellen Augenblicks, sondern leben emotional in der Vergangenheit. Was wir dann im Hier und Jetzt fühlen, aktiviert den alten Schmerz und die alten Bewältigungsstrategien.

In diesem Sinne sind Ersatzgefühle nicht echt und haben für Außenstehende oft etwas Befremdliches. Sie wirken in der aktuellen Situation unangemessen und sind deshalb für andere schwer einfühlbar. Und darin liegt auch ein Kern Wahrheit, denn unsere Ersatzgefühle haben mit der aktuellen Situation meist auch nichts zu tun. Sie werden durch diese nur angetriggert. In schlimmeren Fällen werden sie zu einer Art Lebensgefühl, auch dann, wenn uns eigentlich gerade nichts zu schaffen macht.

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