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“I studier’ eh scho die ganze Zeit”. Das hat die Oma früher immer gesagt, wenn sie krampfhaft über etwas nachgedacht hat. Ich hab als Kind nie verstanden, was sie mit “studieren” meint, bis mir jemand erklärt hat, dass es sich dabei um eine alte Ausdrucksform handelt, die soviel bedeutet wie “sich-das-Hirn-zermartern”. Eigentlich grausam, will man sich das bildlich vorstellen. Heute sagen wir “Kopfkino” dazu. Und wir alle wünschen uns, es gäbe dafür eine Stopp-Taste.

Probleme zerdenken bis zur Selbstsabotage.

Einer der häufigsten Fehler, die wir im Leben begehen, ist jedes Problem zu “zerdenken” bis es zu einem Riesending wird. Zusätzlich macht es uns Angst und Angst lähmt jede Handlung. Es gibt auch Menschen, die Positives ständig hinterfragen, bis es am Ende gar nicht mehr so positiv aussieht. Wir manövrieren uns in einen Zustand , wo wir uns selbst sabotieren. Es bildet sich ein negatives Gedankenmuster, und immer dann wenn wir vor einem Problem stehen, ist es zur Stelle und zeigt uns, wie wir denken sollen. Dass damit ein enormer Energieverlust verbunden ist, wissen wir. Für einige Zeit leidet eben die Lebensqualität darunter, wir sind freudlos, lächeln kaum und ziehen uns zurück. Bitte was bürden wir uns da auf? Wieso ertragen wir das freiwillig? Was wäre, wenn es eine Stopp-Taste gäbe, die wir gedanklich drücken könnten, um nicht in dieser Falle zu landen? Würden wir das nicht lieber tun, also vor uns hin zu leiden?

Anders zu denken, kann man trainieren.

Es gibt 7 – ich nenne sie hier bewusst Gewohnheiten, denn anders zu denken kann man trainieren – die mir geholfen haben, ein kluger und einfacher Denker zu werden und allen Herausforderungen weniger spannungsgeladen zu begegnen.

1. Stell’ jedes Problem in einen größeren Zusammenhang. Manchmal brauchen wir eine Hürde, die wir überwinden müssen, um die Lösung zu sehen. Denn die liegt vielleicht ganz woanders, nämlich dort wo die Hürde steht:-) und dann wird uns auch der größere Zusammenhang klar.
2. Setz’ Dir ein Zeitlimit. Wenn wir uns kein Zeitlimit setzen, schleppen wir die Entscheidungsfindung ewig mit uns herum, bis letztlich irgendwer anderer die Entscheidung trifft. Das hat nur nichts mehr mit Selbstverantwortung zu tun und endet meist sehr bitter.
3. Geh’ in die Handlung. Wir können bewusst bohrende Gedanken unterbrechen, indem wir aktiv werden, etwas anderes tun, uns ablenken, mit Menschen über etwas ganz anderes sprechen, eine Tätigkeit verrichten. Es reicht sogar manchmal laut eine positive Absicht zu formulieren und das mit voller Überzeugung. (Das ist eine Methode, den ich persönlich sehr gerne anwende und die immer funktioniert. Ich schicke die Absicht ins energetische Feld, und sekundenschnell verändert sich meine Gefühlswahrnehmung und meine Haltung).
4. Mach’ Dir klar, dass Du nicht alles kontrollieren kannst. Alles 100 mal durchzukauen, um jeden noch so kleinen Fehler zu vermeiden, zeugt von Kontrollsucht. Wir müssen Fehler machen, um zu lernen. Und lernen ist sehr wichtig!
5. Wenn Du nicht weißt, was Du tun sollst, mach’ erst mal gar nichts. Diese Gewohnheit hat sich auch immer bewährt, denn sind wir nervös und angespannt, können wir mit Worten, Zeilen oder Taten unsere Situation verschlimmern. Wir dürfen uns nicht zu einer Entscheidung oder Lösung zwingen, denn die kommt nur aus dem Ego. Wir warten solange bis wir eine Herzensentscheidung treffen können. Bis es soweit ist, lassen wir los.
6. Sei im Hier und Jetzt. Manchen wir uns die Gegenwart bewusst. Machen wir uns unsere Bedürfnisse bewusst mittels ganz banaler Fragen, wie: Ist mir kalt, fühle ich mich wohl, wo ich gerade sitze, bin ich hungrig oder durstig, was höre ich, was sehe ich? All diese Fragen beschäftigen sich mit unserem momentanen Zustand.
7. Unterbreche und verbinde Dich erneut. Fühlen wir uns verloren und überwältigt von dem Gedankenkarussell, dann hilft laut STOPP, AUS JETZT, ES REICHT zu schreien. Dadurch verhindern wir zusätzlich, dass sich gedankliche Belastungen in unserem Körper festsetzen können. Dann erst haben wir die Möglichkeit uns zu erden und uns neu wahrzunehmen.

Abschließende Gedanken.

Die Quelle der Weisheit steht uns immer zur Verfügung. Wir können sie nur nicht zwingen zu fließen. Nehmen wir uns nur eine der 7 Gewohnheiten zu Herzen, verändern sich unsere Gedankenmuster und die ersehnten Lösungen können zu uns kommen. Wir müssen sie nie wieder krampfhaft suchen.

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