Soul Update_15

Die größten Enttäuschungen in unserem Leben sind falsch platzierte Erwartungen. Ganz besonders dann, wenn es um Beziehungen geht. Wird unsere Erwartungshaltung nicht erfüllt – und wir gehen ja davon aus, dass die Menschen ganz genau wissen, was wir brauchen – löst das eine Kränkung aus, die sehr lange anhalten kann.

Wir gehen auf Distanz und schleppen die Enttäuschung weiter mit uns herum. Wir hoffen, dass die andere Person unseren Rückzug doch wohl hoffentlich bemerken wird. Da ist sie schon wieder, die nächste Erwartung, die sich aufbaut.

Unerfüllte Erwartungen verändern unser Denken.

Und so wandelt sich allmählich die Kränkung in Wut, je länger wir die Emotion festhalten. Die Meinung, die wir ursprünglich von einer bestimmten Person hatten, dreht sich ins Negative. Wir verharren in der Erwartung der Wiedergutmachung. Aber es passiert nichts. Wir bewerten ein nicht stattgefundenes Ereignis. Ist das nicht absurd? Merken wir selbst nicht, wie sehr wir uns mit diesem emotionalen Zustand selbst belasten, ja sogar blockieren?

Erwartungen reduzieren, erspart Ärger.

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, wie wir diese Energie auflösen können:
Wir nehmen diese Erfahrung ganz bewusst als Lernaufgabe wahr und ändern grundsätzlich die Einstellung über unsere Erwartungen anderen gegenüber.
Reduzieren wir künftig die Erwartungen an andere Menschen, erspart uns das eine Menge Frustration und Leid in unserem Leben und hilft uns auf das zu konzentrieren, was wirklich von Bedeutung ist.

Deshalb ist es Zeit, dass wir

1. Aufhören zu erwarten, dass andere unserer Idee entsprechen, wie sie sein sollen.

Andere Menschen zu lieben und zu respektieren, bedeutet ihnen zu erlauben, sie selbst sein zu dürfen. Erhöhte Achtsamkeit und Geduld helfen, denn oft kennen wir Menschen doch nicht so gut, wie wir vielleicht glauben. Je besser wir andere kennenlernen, um so mehr Möglichkeiten bekommen wir die innere Werte zu entdecken und über die vorgefertigte Idee hinweg zu sehen.

2. Aufhören zu erwarten, dass andere wissen, was wir denken.

Menschen können keine Gedanken lesen. Sie werden nie wissen, was wir fühlen, bevor wir uns ihnen nicht mitteilen. Es geht dabei nicht einzufordern wovon wir glauben, dass uns zusteht. Wir tappen mit dieser Intention nur in eine Falle und befriedigen lediglich unser Ego – Emotionaler Lernerfolg gleich Null. Sprechen wir authentisch und menschlich über unsere Gefühle und erklären den Grund unserer Frustration, können die Menschen die Worte auch annehmen. Nur das bringt uns weiter.

3. Aufhören zu erwarten, dass andere uns mehr respektieren, als wir uns selbst respektieren.

Wahre Stärke liegt in der Seele und nicht im Ego. Es geht darum Vertrauen in uns selbst zu haben und die Bereitschaft dementsprechend zu handeln. Entscheiden wir uns genau in dieser Minute niemals wieder Liebe, Respekt und Anerkennung von anderen zu erwarten. Entscheiden wir uns diese Werte für uns selbst zu empfinden und zu leben.

Abschließende Worte.

Menschen verhalten sich selten so wie wir es gerne haben wollen. Wir können auf das Beste im Menschen hoffen, sollten aber weniger erwarten. Und vergessen wir nicht, das wahre Ausmaß unseres inneren Glücks steht in direkter Resonanz zu unseren Gedanken und Handlungen. Auch wenn eine bestimmte Situation nicht so ausfällt, wie wir es erwarten, ist es doch ein wertvoller Lernprozess für uns Menschen, der uns etwas bewusst machen will.

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